Aktuelle Termine

02.07.2017 Hans Bauer
08.07.2017 Rosi Neukirch
10.07.2017 Alice Haubrichs

Neueste Meldungen

25.01.2016

Spendenübergabe bei Papillon in Trier

Bei der letzten St.-Martin-Feier der Ortsgemeinde Boxberg wurde durch die hervorragende Beteiligung der Ortsbevölkerung ein Überschuss in Höhe von 786,20 EUR erzielt.

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13.11.2015

TV-Darsteller Roland Jankowsky mit schräg-kriminellen Shortstories

TV-Kommissar „Dirty Harry“ Overbeck (alias Roland Jankowski) bekannt aus der ZDF-Krimiserie „Wilsberg“ und aus der Fernsehserie „Nicola“, liest am Freitag, den 13. November im Gemeindehaus in Boxberg ab 20.00 Uhr schräg-kriminelle Kurzgeschichten von Autor Peter Splitt.

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01.08.2015

Bolzplatz-Aktionstag

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Inflation
Geldschein
100 Billionen Mark

Die seit Kriegsende eintretende Inflation nahm im Sommer des Jahres 1923 mit Riesenschritten ihren Fortgang. Von Monat zu Monat, ja im Abstand von 14 Tagen ging es mit unserer Währung rapide den Berg hinunter. Während bis Mai die größten Geldscheine die Tausender waren, tauchten schon im Juni die Millionen-Scheine im Verkehr auf, womit die Tausend-Mark-Scheine die Bedeutung des Kleingelds erhielten. Dementsprechend stiegen auch die Preise aller Bedarfsartikel, mit denen die Löhne und Gehälter gleichen Schritt nicht mehr halten konnten. Für einen Tausender, der doch in Friedenszeit ein begehrenswerter Artikel war, konnte man im Monat Juli nicht einmal ein Streichhölzchen käuflich erhalten. Leicht erklärlich ist daher, dass die Not des Mittelstandes aufs äußerste stieg.

Einige Preisbeispiele (Juli 1923):

1 Pd. Salz 30.000 Mark
1 Paket Streichholz 90.000 Mark
1 Paar Schuhe 250.000 Mark
1 Dz. Mehl Korn 1.500.000 Mark
1 Dz. Mehl Weizen 2.000.000 Mark

Einige Preisbeispiele (August 1923):

1 Paar Schuhe
(ohne Macherlohn)
60.000.000 Mark
1 Hochzeitsanzug 450.000.000 Mark

Es waren fabelhafte Preise, die einem zu Gesicht und Gehör kamen. Den Höhepunkt erreichte jedoch die Inflation in den Monaten September, Oktober und der ersten Hälfte des November. Anfang September setzte die Reichsbank die Milliarden-Scheine in Umlauf, dann im Oktober als letztes Glied der Serie die Billionen-Scheine.­
Handel und Verkehr stockten und der Geschäftsmann konnte nicht mehr einkaufen, noch weniger verkaufen, da den Leuten das Geld zum Kaufen fehlte. Der Arbeitgeber musste seine Arbeiter entlassen, weil er einen den Zeitverhältnissen entsprechenden Lohn nicht mehr zahlen konnte. Fabriken mussten stillgelegt werden.
Auch der Bauer und alle Selbstversorger waren ohne Bargeld. Der Bauer behielt lieber das Vieh, als daß er es für wertloses Papiergeld hergab. Aller Selbstversorger standen sich trotz aller wirtschaftlichen Nöte am glänzensten.
Täglich mehrte sich die Zahl der Arbeitslosen, welche über das Land zogen und sich ihren Lebensunterhalt erbettelten. Die Unsicherheit im Land wurde immer größer.
Täglich berichteten die Zeitungen von Einbrüchen, vornehmlich in Gotteshäusern, wobei die hl. Hostien in schändlicher Weise entehrt wurden, Raubüberfällen, Raubmorden und Selbstmord.
Große Besorgnis erfasste auch in diesen Tagen die Bewohner der Struth, eines Tages von einer Kompanie Arbeitslosen überfallen und geplündert zu werden.
Deswegen griffen alle Bewohner zum Selbstschutz und stellen Nachtwachen auf, die die Straßen des Ortes und vor allem die Ein- und Ausgänge des Dorfes beaufsichtigten. So auch in Boxberg.